“Nenn mir einen Grund, warum du so gerne bei Twitter bist”, bittet Tina Gallinaro in ihrem Aufruf zur Blogparade. Seit einiger Zeit habe ich den Aufruf nun schon in meiner Linksammlung gespeichert. Doch was fasziniert mich an dem Kurznachrichtendienst, warum nutze ich Twitter? Darüber musste ich tatsächlich kurz nachdenken. Zwar gehört Twitter zu den meist genutzten Apps meines Smartphones, aber Gedanken um das Warum hatte ich mir in dieser Form noch nicht gemacht. Danke, Tina! Hier ist nun meine Antwort.

Ein Blick zurück

Seit 2009 habe ich meinen Twitter-Account. Eingerichtet, um nur einmal hineinzuschnuppern. Ein Gefühl für das Tool zu bekommen, das den US-Wahlkampf 2008 so wesentlich beeinflusst hatte. Zu dieser Zeit saß ich, kurz vor Ende des Studiums, an meiner Magisterarbeit. Das Thema: “Wahlkampfkommunikation 2.0”. Die ersten Gehversuche mit Twitter waren daher Pflicht. Aber dabei blieb es auch.

Vor sieben Jahren konnte ich mit Twitter nicht wirklich etwas anfangen. Warum sollte ich Medien, Personen oder Unternehmen folgen, die versuchen, eine Information auf 140 Zeichen zu komprimieren? Die Masse an Tweets, die innerhalb weniger Minuten in meinem Stream auftauchten, überforderten mich. Listen einrichten? Heute für mich eines der besten Features, die Twitter zu bieten hat. Damals war es keine Hilfe.

Heute, nach mehrjähriger, regelmäßiger und aktiver Nutzung bin ich Fan der Plattform. Sowohl aus beruflicher wie auch privater Perspektive. Denn:

Twitter ist Inspiration

Wo habe ich wohl von dieser Blogparade erfahren? Genau auf Twitter. Ich weiß zwar nicht mehr, wer es getwittert oder eine Nachricht retweeted und damit in meine Timeline befördert hat. (Sorry!) Aber es hat genügt, um mich neugierig zu machen. Einen Klick weiter las ich Tinas Aufruf. Und et voilà hier bin ich und schreibe meinen ersten Blogpost überhaupt.

Nicht selten entsteht auch in meinem beruflichen Alltag aus einem Tweet eine Geschichte für die Webseiten pressesprecher.com, humanresourcesmanager.de, vertriebsmanager.de oder compliance-manager.net, die ich mit meinem Team betreue. Ja, selbst — oder gerade — für Fachmagazine bietet Twitter einer Fülle an Inspirationsmaterial. Als Journalist ist Twitter für mich ein Recherche-Tool ( für Themen, Gesprächspartner, Trends und Meinungen), ein Kanal zur Kontaktaufnahme oder auch Mittel zum Austausch.

Twitter ist Netzwerk(en) und Austausch

Denn Anlass für Austausch oder die Erweiterung des eigenen Netzwerks kann ein kleiner “Like”, ein “Retweet”, eine Empfehlung oder der #followerpower-Ruf nach Hilfe sein. Es braucht also manchmal nicht einmal die 140 Zeichen.

Erst neulich wurde aus einer Artikelempfehlung und einem Retweet ein Dialog auf Twitter. Direktnachrichten folgten, dann ein Telefonat. Zum Gedankenaustausch schließlich ein gemeinsamer Kaffee — persönlich, von Angesicht zu Angesicht. Der perfekte Übergang vom virtuellen Austausch zum persönlichen Netzwerken.

Twitter ist Spaß und Unterhaltung

Sonntag 20.15 Uhr. Im Fernsehen läuft „Tatort“ und per Second Screen verfolge ich ab und an den Hashtag #tatort. Keine weiteren Worte dazu — außer: ausprobieren!

Doch Twitter braucht noch nicht einmal diese regelmäßigen, fast institutionalisierten Ereignisse wie #tatort oder diverse Twitter-Chats, um Spaß zu machen. Denn: Twitter ist schnell und kreativ. Manchmal fast ein wenig wie ein Poetry Slam oder doch eher Stand-up-Comedy?

Ein Beispiel: Anfang des Monats berichteten Medien über die Eröffnungsparty von Til Schweigers Restaurant “Barefood Deli”. Schnell verbreitete sich der Hashtag #tilschweigersspeisekarte. Und bei “Nuschelsuppe” (von @KrausLS) oder “Tilsotto mit Schweigemedaillon” (@sweloh) war es auch mit meiner Contenance vorbei. Ja, ich gestehe. Manchmal braucht es nicht viel, um mich laut losprusten zu lassen — manchmal.

Heute lohnt es sich übrigens, #RoettgenPacktAus in die Twitter-Suche einzutippen.



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